Vorsicht bei Medikamenten und Selbstmedikation!

Finger weg von Selbstmedikation! Fragen Sie Ihren Tierarzt!

Acetylsalicylsäure (Handelsnamen sind z. B. Aspirin, ASS) verursacht Organschäden und ist bei hoher Aufnahme tödlich! Das enthaltene Salicylat kann zu Magen- und Darmblutungen führen.

 

Toxische Dosis:

Hund: 50mg/kg KG (orale Aufnahme, 3xtägl.)

Katze: 25mg/kg KG (orale Aufnahme, 2xtägl.)

 

Letale Dosis (LD50):

Hund: 700mg/kg KG

Symptome:

  • Erbrechen
  • Magen-Darmblutung
  • späte Organschäden
  • Gleichgewichtsstörungen
  • Tremor
  • Krämpfe
  • Atemfrequenz hoch
  • Schock
  • Koma

Wir haben als Tierarztpraxis des Tierarztes Dr. Birge Herkt immer wieder mit missbräuchlicher Medikamentation zu tun! Denken Sie bitte an Ihr Tier!

Auch ätherische Öle müssen glucuronidiert werden. Katzen haben aber eine Glucuronidierungsschwäche.

Ätherische Öle kommen in vielen Cremes oder Salben vor. Creme ich mir also die Hände ein und streichele dann die Katze, wird sie dieses Öl aus dem Fell lecken und es wird in Folge zu schweren neurologischen Ausfällen kommen.

Symptome:

  • neurologische Ausfälle

 

 

 

 

 


Vergiftungsrelevant ist hier das THC /delta-9-Tetrahydrocannabinol, welches in den frei erhältlichen Cannabisprodukten nicht zu finden ist.

Zielorgan: peripheres und  zentrales Nervensystem

Letaldosis beim Hund: >3gTHC/kg Körpergewicht! Die toxische Dosis bei Hund und Katze wird allein durch mehrmaliges absichtliches Anpusten während des Rauchens erreicht!

Fallbeispiel:

Nach direktem Anpusten zeigte eine kastrierte Perserkatze (6 Jahre alt) 48 Stunden Symptome wie Fresslust, Ataxie, Angst, Mydriasis, Apathie, Aggression bis Angriffslust.

 

Symptome:

  • Koordinations-störungen
  • Speichelfluss
  • Erbrechen/Vomitus
  • Mydriasis/Pupillen-erweiterung
  • Harninkontinenz
  • Desorientierung
  • Nystagmus
  • Tremor (Zittern)
  • Angst
  • Atemdepression
  • Koma

Überlassen sie die Medikamentation Ihrem Tierarzt, oder wissen Sie mehr als er/sie?

In Indien wurden Rinder in den 90er Jahren mit Diclofenac behandelt, was zu einem starken Rückgang der Geierpopulation führte, denn die Aufnahme des Wirkstoffes durch den Haustierkadaver (Rinder) führte zuerst zu gichtähnlichen Symptomen und im Anschluss zu Nierenversagen bei den Vögeln.

Auch für bestimmte Fischarten ist eine toxische Wirkung auf Leber und Nieren nachgewiesen.

In diesem Sinne: nicht verfüttern oder liegenlassen!

Toxische Dosis:

Hund:   8mg/kg KG

Katze: 50mg/kg KG

Symptome:

  • Erbrechen
  • Blutungen
  • Durchfall
  • Metabolische Azidose
  • Nierenschädigung

 


Überlassen sie die Medikamentation Ihrem Tierarzt, oder wissen Sie mehr als er/sie?

 

Chlorphenaminmaleat findet sich z. B. in Erkältungsmitteln und in Histaminika. Hunde reagieren sensibler als Ratten, Mäuse oder Affen.

toxische Dosis:

Hund:   9mg/kg KG (Maleinsäure)

Symptome:

  • Erbrechen
  • Blutungen
  • Durchfall
  • Durst
  • Apathie
  • Tremor
  • Krämpfe
  • Kollaps
  • Atemlähmung

Wir haben als Tierarztpraxis des Tierarztes Dr. Birge Herkt immer wieder mit missbräuchlicher Medikamentation zu tun! Denken Sie bitte an Ihr Tier!

Wir kennen alle diesen einen Hund, der wie ein Staubsauger alles (aber auch wirklich alles) aufsaugt... Also bewahren Sie alle Ihre Medikamente sicher auf! Natürlich gilt das auch für Medikamente des täglichen Bedarfs, hier die Antibabypille: Diese löst beim Hund eine Knochenmarksdepression, sowie aufgrund des hohen Eisengehaltes Magenblutungen aus.

Symptome:

  • Magenblutungen
  • Knochenmarks-depression

 

 

 

 

 


Wir haben als Tierarztpraxis des Tierarztes Dr. Birge Herkt immer wieder mit missbräuchlicher Medikamentation zu tun! Denken Sie bitte an Ihr Tier!

Bei der Gabe von Ibuprofen an Hunde wurden gastrointestinale Nebenwirkungen festgestellt. Es existiert zudem keine Zulassung von Ibuprofen für den Bereich der Veterinärmedizin in Deutschland und der Schweiz. Die Anwendung bei lebensmittelliefernden Tieren ist verboten.

Symptome:

  • gastrointestinale Nebenwirkungen
  • Metabolische Azidose
  • Nierenschädigung

 

 

 

 

 


Denken Sie daran: Ihr Tierarzt weiß, welches Medikament Ihrem kleinen Liebling hilft!

Paracetamol schädigt die Leber.

Bei Katzen (Glucuronidierungsschwäche) und Jungtieren führt Paracetamol sehr schnell zu Vergiftungen.

Bei Schlangen wirken selbst geringste Dosierungen tödlich. So setzte die US-Marine zur Bekämpfung der braunen Nachtbaumnatter auf der Insel Guam mit Paracetamol versetzte gefrorene Mäuse als Köder ein, um der selbst eingeschleppten (sic!) invasiv-aggressiven Art Herr zu werden.

Toxische Dosis:

Hund: 50mg/kg KG

Katze: 10mg/kg KG

Symptome:

  • Erbrechen
  • Appetitlosigkeit
  • Übelkeit
  • Erbrechen

 


 

Diese Liste zeigt lediglich Beispiele auf und lässt sich beliebig verlängern!

Generell gilt bei allen Human-/Veterinärmedikamenten: Hände weg von eigenmächtigen Selbstmedikamentationen. Denken Sie daran: Der menschliche Organismus unterscheidet sich teilweise grundlegend vom tierischen Organismus.

In diesem Sinne: Etwas Demut vor Gottes Schöpfungen ist durchaus angebracht! 

Diese Informationen sind folgenden Quellen entnommen:

msd-tiergesundheit

www.clinitox.ch